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Inspiration

Wie schön, dass du den Weg zu mir gefunden hast. Vielleicht darf ich dich ein wenig inspirieren oder sogar ein Stück auf deiner Reise begleiten.

Franziska Trott macht Selbstheilungsmeditation

Es gibt keine Heilmittel und auch keine Heilkräfte, die man in den Körper hineinschütten könnte. Heilen kann nur eine: Es ist die unfassbar kundige und unbegrenzt tüchtige Heilmeisterin. Er ist imstande, alles zu kurieren. Wenn ein Mensch krank wird, dann nur, weil der innere Heilmeister durch ein falsches Leben geschwächt und behindert wurde. Wenn ich heilen will, kann ich nichts anderes tun, als ihm zu Kräften zu verhelfen. Das ist genauso, wie wenn ich eine halberloschene Glut wieder entfachen will. Ich brauche dazu kein Feuer, sondern nur einen winzigen Funken. Ein Funke genügt dann auch, um einen ganzen Wald in Brand zu setzen. Suche den Funken, der das Feuer Deiner Heilkraft in Dir entzündet!

Von Paracelsus

Stadien einer rosa blühenden Rosenblüte

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginnen, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist hat vor, uns nicht zu fesseln und zu engen, er hat vor, uns Stuf um Stufe zu heben, und zu weiten. Kaum sind wir heimisch in einem Lebenskreise und traulich eingewöhnt, so droht Erschlaffen. Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entziehen. Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegensenden, des Lebens Ruf an uns wird niemals enden … Wohlan denn, Herz nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse (1941)

Eltern mit ihrem kleinen Baby bei Sonnenuntergang

Wie an dem Tag, der dir die Welt verliehen,
Die Sonne stand zum Gruße der Planeten,
Bist also bald und fort und fort gediehen
Nach dem Gesetz, wonach du angetreten.
So musst du sein, dir kannst du nicht entfliehen,
So sagten schon Sibyllen und Propheten;
Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt
Geprägte Form, die lebendig sich entwickelt.

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832)